Rezensionen & Reaktionen
Ich bedanke mich herzlich für die ausführlichen Bewertungen und für all die wunderbaren Kommentare und Buchbeschreibungen.
Mail vom 26.12.2025
Liebe Frau Eder, habe mir das Artenretterbuch zu Weihnachten geschenkt ;-) Es ist für mich das allerschönste Buch das ich je in Händen gehalten habe. So wunderschön gestaltet, fantastisch beschrieben und recherchiert- ich bin hellauf begeistert! Vielen lieben Dank für Ihr Insekten-Engagement und Ihre aufwändige, wertvolle Arbeit.
Amazon Kunden-Rezensionen : Mein ArtenRetterGarten
Sie kann es einfach
Die Autorin schafft es ihre Liebe zur Natur und den heimischen Pflanzen und Insekten in wunderschönen Bildern und kurzen Erklärungen Ausdruck zu geben. Es reizt mich immer wieder darin zu blättern und wenn ich zuklappe habe ich ein gutes Gefühl in mir. Ganz ganz tolles Buch!
Ein Buch mit Suchtfaktor
Meine erste Rezension 🤗 Dieses Buch ist unglaublich! Die Bilder sind wunderschön. Die Texte klar formuliert. Kurze detaillierte Beschreibungen. Ich wollte mal eben etwas über Fliegen lesen . . . und schwups habe ich gleich noch die Kapitel über Wespen und Käfer gelesen! Das Buch macht Spaß! Und Lust auf einen eigenen Artenrettergarten! Aber, auch wer keinen Garten hat: Lesen und Vorurteile über Wesoen, Fliegen und Co. abbauen 🪰🐝🦋
Exzellentes Buch - absolut empfehlenswert für jeden naturkundlich Interessierten!
Das Buch ist absolut exzellent! Der Autorin Anja Eder sei gedankt für dies großartig gelungene Werk! Es verbindet unsere Welt des angeborenen, privaten Naturinteresses normaler Mitmenschen mit der Welt der bürgerwissenschaftlichen Natur-Neugierde im eigenen Garten, städtischen Parks und darüber hinaus. Das Buch ist ein exzellenter Einstieg für Naturinteressierte und für eine wachsende, moderne Natur-Belesenheit und Umsetzung in die Praxis im eigenen Garten und auch in städtischen Bereichen. Ein tolles Vorbild für "Biodivercity", wie es in europäischen Städten allmählich Fuß fasst. - Anja Eders Buch bildet nicht nur eine Brücke für Gartenfreunde und Citizen Scientists im Privaten, es ist auch eine Brücke in die Welt der wissenschaftlichen Naturkunde und high-end Wissenschaft. Für Kinder und Jugendliche genauso wie für Erwachsene ist es auch in seiner Design-Gestaltung ein wunderbares Werk und man liest es gerne. Vielen Dank Anja Eder.
Liebevoll, informativ und umfangreich
Dieses Buch ist ein wunderschönes Werk und immer ein sehr gutes Geschenk für andere und sich selbst! Wunderbar liebevoll gestaltet und für jeden ein Genuss ... auch für Fachleute. Hab es meinem erwachsenen Sohn geschenkt... Er hat Biologie studiert, kennt sich mit Pflanzen, Insekten und Tieren hervorragend aus und ist begeistert von den Büchern der Autorin.
Absolut empfehlenswert!
Qualität
Eines der besten Bücher über das naturnahe Gärtnern, das ich gelesen habe.
Super informativ und optisch ein Hingucker. Habe sofort das zweite Buch der Autorin gekauft.
Vom Auge ins Herz
Die Gartensaison startet wieder und mit diesem umfangreichen Werk macht das Planen für die neuen Beetflächen doppelt so viel Spaß. Das Buch geht vom Auge direkt ins Herz. Es steckt so viel Mühe und Liebe zum Detail in jeder Seite und hebt sich deutlich ab von all den Pflanzen-, Garten- und Insektenbüchern, die nur knapp 100 Seiten umfassen. Hier lernt man und erlebt das kindliche Staunen neu. Ich habe auch Anja Eders schönes Wildbienenhelfer-Buch (2. Aufl.) und bin von ihrem neueren Buch des Artenrettergartens noch stärker beeindruckt. Es ist im Vergleich auch umfangreicher, die Buchseiten sind breiter und setzen das Schöne noch besser in Szene. Das Buch ist auch empfehlenswert, weil es eine Lanze bricht für all die übersehenen Gartenbesucher. Neben einem Teil für Insektenpflanzen bekommen hier nicht nur die Bienen und Hummeln eine Bühne, sondern auch Schmetterlinge, Falter, Schwebfliegen, Käfer, Wespen, Zikaden, Wanzen und Co. Und sie alle sind es natürlich wert!!! Die Autorin bringt uns Auge in Auge mit den bizarren Seltenheiten der Insektenwelt in Deutschland. Danke, Anja Eder für dieses Meisterwerk! Absolute Kaufempfehlung und ein wunderbares Geschenk für alle Naturfreunde.
Thalia Kunden-Rezension
Faszinierendes Gesamtwerk
Das beste Buch, was ich je in Händen hatte. Umfassend werden die Insekten, ihr Lebensraum, ihre Nahrungsquellen und auch ihre Nachkommen mit dem ganz persönlichen Stil der Autorin beschrieben. Das Ganze wird durch die schönen Zeichnungen und unglaublich schönen Fotos erlebbar. Einmal angefangen, will man es bis zum Ende durchlesen. Auf so ein Buch habe ich lange gewartet. Lob und Anerkennung an die Autorin.
leselebenszeichen Rezension von Ulrike Sokul
SUMM, SUMMA CUM LAUDE
Dieses ebenso wissenswertvolle wie sehenswerte Gartenbuch ist eine engagierte, naturliebhaberische Fleißarbeit, die beispielhaft dokumentiert, daß sich der Einsatz für naturgemäßes Gärtnern wirklich lohnt. Die Autorin, Anja Eder, hat einen 180 Quadratmeter großen Garten in der Wuppertaler Nordstadt und gestaltet diesen Garten seit 2020 konsequent überwiegend mit einheimischen Pflanzen und diversen strukturellen Gestaltungselementen, die für Insekten sowie Klein- und Kleinstlebewesen förderlich sind. Der alljährliche Zuwachs an Artenvielfalt ist beachtlich und wird von der Autorin mit großer Aufmerksamkeit und Professionalität fotografisch eingefangen.
Einführend erläutert Anja Eder die bedeutsame Rolle, welche Privatgärten, Balkone und Terrassen sowie öffentliche Freiflächen, Baumscheiben usw. für die Artenvielfalt spielen können, wenn sie vermehrt naturnah gestaltet und bepflanzt werden. Wir sprechen hier von mehr als 900.000 Hektar Fläche, auf denen einheimischen Wildpflanzen Raum gegeben werden kann. Diese Blühpflanzen sind dann wiederum eine appetitliche Einladung für unzählige Insekten, die wiederum für Vögel appetitlich sind usw…
Es versteht sich hoffentlich von selbst, sei aber gleichwohl noch einmal angemerkt: Biologisch gezogene Pflanzen und Sämereien (auch aus Wildsammlung oder regionalem, privatem Samenaustausch) sind zu bevorzugen, da viele der im konventionellen Blumenhandel angebotenen Bienenblühpflanzen mit Pestiziden belastet sind und die gute Absicht dementsprechend konterkarieren.
Ein vielseitiges, annähernd ganzjähriges Angebot an Blühpflanzen und einheimischen Wiesenblumen, die Nektar- und Pollen zur Verfügung stellen, ist wichtig, aber auch Raupenfutterpflanzen und Gräser und Farne sowie das Stehenlassen abgeblühter Stauden bis möglichst weit ins nächste Frühjahr hinein. Denn in den markhaltigen Stengeln werden Insekteneier abgelegt, und die Larven überwintern hier geschützt. Alternativ lassen sich abgeschnittene Staudenstengel aber auch lose gebündelt und aufrechtstehend an einer geschützten Stelle im Garten lagern.
Sinnvoll ergänzt wird dieses Prinzip des „unaufgeräumten“ Gartens durch die Instal-lation von Legesteinhaufen, Trockenmauern, Totholz, Benjeshecken, Käferkellern, Sandstellen und Rasenlücken sowie Laubhaufen für Insekten, die in der Laubstreu überwintern. Totholz bietet nicht nur xylobiontischen Insekten Nahrung und Unter-schlupf, sondern offeriert auch vielen anderen Insekten, welche die verlassenen Käferfraßgänge als Nachfolger beziehen, ein Refugium als Schlafstelle, Larvenkammer oder Winterquartier. Totholz ist übrigens auch ein Magnet für Pilze, Flechten und Moose, und schon erweitert sich das Artenspektrum auch um diese Lebewesen. Ein Teich (selbst ein kleiner) vermehrt die Artenvielfalt um weitere Insekten (Libellen) und Amphibien. Um den eigenen Garten in eine natürliche Oase zu verwandeln, ist es wichtig, den gesamten Lebenskreislauf von Tieren und Pflanzen zu beachten: So stellt die Autorin dem Jahreslauf folgend 260 Pflanzen, die in ihrem Garten wachsen, in kurzen, bebilderten Einzelportraits vor. Dies ist für jeden insektischen und menschlichen Geschmack eine erfreulich große Auswahl.
Den botanischen und gartengestalterischen Ausführungen folgt die Dokumentation von über 300 Insektenarten, die inzwischen in Anja Eders Garten eingezogen sind. Dieser Teil des Buches teilt sich in Einzelkapitel auf nach Schmetterlingen (Tag- und Nachtfaltern), Wildbienen, Schwebfliegen, Fliegen & Mücken, Wespen, Ameisen, Pflanzenläusen, Zika-den, Wanzen, Käfern, Ohrwürmern und Heuschrecken. Dabei gibt es ausführliche und kurze, steckbriefartige Beschreibungen und stets schöne, aussagekräftige, sinnlich- stimmungsvolle Makrofotografien, die uns feine Details erkennen lassen, welche beim Beobachten in der Natur kaum zu erkennen wären, die aber dennoch das Entdecker-auge schulen. Auch die Beschreibungstexte vermitteln spannende Detailinformationen und entkräften so manches unangebrachte menschliche Vorurteil gegenüber Insekten wie Fliegen und Wespen.
„Mein Artenrettergarten“ ist eine großartige fotografische Fundgrube und naturschöne Augenweide für bekannte und unbekannte Insekten und vermittelt fundiertes, konzen-triertes Wissen über Lebensweise und Lebensbedürfnisse der vorgestellten Insekten. Die Verleihung des 1. Platzes beim Deutschen Gartenbuchpreis in der Kategorie „Tiere im Garten“ im März 2025 ist wahrlich eine verdiente Anerkennung für dieses Buch, dem man von Herzen eine große Reichweite wünscht.
Anja Eders naturliebhaberische Begeisterung und ihr konkreter, praktischer Handlungsbezug sind ansteckend. Über die Vermittlung von Naturwissen hinaus, ist diese vorbildliche Dokumentation ein sehr anregendes und inspirierendes Beispiel für erfolg-reiche biophile Selbstwirksamkeit. Wer nach dieser Lektüre nicht zum Gastgeber für heimische Pflanzen und Insekten werden will, hat entweder keinen Garten oder kein Herz.
beetschwestern.net
Rezension von Annette Bachmann
Vor ein paar Jahren habe ich mir schon das erste Buch der Autorin über Wildbienen gekauft und war restlos begeistert. Nun liegt sozusagen die Erweiterung auf die ganze Insektenwelt und was da sonst noch so krabbelt und fleucht auf meinem Tisch. Dieses Buch wurde mir von einer überzeugten Artenretterin (Danke Inge) kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wer sich mit dem Thema Förderung der Diversität in Natur und Garten beschäftigt, wird sich nicht nur auf die Wildbienen beschränken. Der Rückgang der Arten ist leider auch bei allen anderen Insekten, Spinnen und Käfern zu beklagen.
Das Buch ist mit 336 Seiten ein echtes Schwergewicht, in Gramm und inhaltlich.
Es werden verschiedene Lebensbereiche im Garten mit schönen detailreichen Bildern vorgestellt. Man kann sich dadurch viele Anregungen für den eigenen Garten holten. Wer lebt dort und was brauchen diese Tiere für ihr Überleben. Man findet sich beim Umblättern Auge in Auge mit den Insekten und Käfern wieder. Selbst kleinste Details sind bei diesen tollen Makroaufnahmen zu sehen. Da fällt die Identifizierung im heimischen Garten viel leichter und man sieht in Zukunft vielleicht genauer hin, wenn man ein Tier entdeckt.
Die Insekten, Käfer, Wanzen und Spinnen werden im Jahresverlauf mit ihren Futterpflanzen und Lebensformen vom Ei bis zum ausgewachsenen Tier vorgestellt. Wer braucht was. Welche Pflanzen im Garten und Strukturen sollte ich fördern. Welche Gartenarbeiten sollte ich lieber unterlassen um die Tierwelt zu fördern. Weniger ist oft mehr. Dazu braucht es auch keine teuren Materialien oder Bauten. Reststoffe im Garten können oft gut verwendet werden.
Ich wünsche diesem Buch eine große Leserschaft. Vielleicht kann so mach eine/r durch diese detailreichen Bilder die Vorurteile gegen Krabbeltiere abbauen. Wir brauchen sie. Wer Schmetterlinge liebt, muss Raupen zulassen.
Rezensionen : Wildbienenhelfer
Naturschutzcenter
Kundenbewertung / Angela W.
Ein wunderschöner und informativer Bildband über unsere heimischen Wildbienen.
Ich habe Anja Eders Wildbienenhelfer fast nicht aus der Hand legen können, so fasziniert war ich von den Bienen- und Blumenporträts. Praktisch zum Bestimmen sind die Zeichnungen in Originalgröße am unteren Rand jeder Artenporträt-Seite zusätzlich zu den fotografischen Nahaufnahmen, so dass man die reale Größe der vorgestellten Art gut einschätzen kann. Dadurch dass jede Art mit Aufnahmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln bebildert wird, kann man sie auch im Feld besser bestimmen. Auch ein toller Pluspunkt des Buches.
Natürlich hätte Anja Eder noch ausführlicher über jede vorgestellte Art schreiben können, aber das hätte das Buch zu umfangreich und unübersichtlich gemacht. Und schließlich kann man zur Vertiefung die Internetseiten von Entomologen wie Paul Westrich (Faszination Wildbienen) oder Naturfreunden wie Hans-Jürgen Martin (www.Wildbienen.de) und Andreas Haselböck (Naturspaziergang) besuchen.
Dass bei den vorgestellten Blühpflanzen neben einheimischen auch exotische vorkommen, finde ich auch in Ordnung, denn es geht ja um ein ganzjähriges Nektar- und Pollenangebot. Und der Schwerpunkt liegt eindeutig auf den Einheimischen. Das Buch bricht auch eine Lanze für die Wildkräuter und trägt hoffentlich dazu bei, dass der Gebrauch des Ausdrucks Unkraut und die naturfeindliche Aufgeräumtheit der meisten Gärten ein wenig abnimmt.
Ich werde Wildbienenhelfer bei meinen Wildbienenvorträgen unter den Zuhörern herumgehen lassen, weil es mit seiner liebevollen und übersichtlichen Gestaltung unseren Bestäubern ganz sicher bei einigen Menschen den notwendigen Respekt und Sympathien verschaffen wird.
Mayersche
Ich bin ein Wildbienenhelfer!
»Was liest Du?«-Rezension von Kristall86
Pestizide und Nahrungsmangel sind die Hauptursache das unsere Insekten sterben. Es werden immer weniger...Tag für Tag...Kennen sie das noch, wenn man im Sommer auf der Autobahn unterwegs war, wie danach die Frontscheibe aussah? Und heute? Erschreckend oder? Aber was ist die Ursache dafür? Warum ausgerechnet jetzt? Was sind die Folgen? Was wird werden wenn wir ohne unser „Flugpersonal“ auskommen müssen? Alles Fragen die heute überall erörtert werden.
Anja Eder hat sich auf die Bienen spezialisiert und hat in ihrem Buch „Wildbienenhelfer“ ein wirklich wunderbares Werk geschaffen. Ja, dieses Buch ist ein Wildbienenhelfer für jeden Leser! Eder hat ihren Fokus auf Hummeln und Bienen gelegt. Im ersten Teil des Buches werden uns, eigentlich ganz simpel aber im Grunde doch nicht so simple, Eigenschaften erklärt, der Nutzen, die Lebensweise, der Aufbau, die Anatomie einer Biene. Auf manchen Seiten blickt man sehr überrascht und fühlt sich in den Biologieunterricht der 7. Klasse zurückversetzt. Das ist aber keineswegs negativ gemeint, sondern zeigt eigentlich nur, das wir es doch besser wissen müssen, da wir es alle mal in der Schule gelernt haben.
Nach der Theorie begeben wir uns mit Anja Eder in die Natur. Sie hat eine Art Jahreskalender angelegt. Sie nimmt jeweilige Tage zwischen Februar und August heraus und zeigt uns Lesern was es alles auf den heimischen Wiesen zu entdecken gibt. Sie beginnt dabei immer mit einem Porträt der jeweiligen Bienen, gefolgt von einem Blühkalender. Diese Aufmachung ist so simpel aber doch so extrem hilfreich gegliedert, das ich mir einen Notizzettel zur Hilfe genommen habe. Es sind Pflanzen dabei, die ich schlicht und einfach als „Unkraut“ angesehen habe oder wo ich gedachte habe „Brauchst du auch noch in deinem Garten!“. Egal ob Natternkopf, Wiesenschaumkraut oder kriechender Günsel - diese Art on Beschreibungen und, demzufolge, Empfehlungen, lassen den eigenen Blick durch den Garten sensibilisieren. Ich habe für mich festgestellt, dass ich in meinen Blühinseln noch viel mehr zu bieten habe als gedacht. Und was noch auffällt, es gibt Bienenarten, von denen ich noch nie etwas gehört bzw. gelesen habe. Das Buch „Wildbienenhelfer“ ist von Anja Eder so extrem liebevoll und sinnig gestaltet, dass es für mich zu einer Art „Bibel für meinen Garten“ wird. Durch ihre extrem beeindruckenden Fotoaufnahmen in Makroqualität, zeigt Eder sehr detailliert verschiedene Bienenarten. Und wenn man doch mal eine bekannte Art entdeckt, ist man happy, dass man endlich mal die Gelegenheit bekommt sie aus der Nähe zu beobachten, ohne gleich zu erschrecken das sie davon fliegt oder wir sie gar stören könnten. Anja Eder hat ein unheimliches Gespür mit diesem Buch bewiesen und sie zeigt mit vollem Stolz, was sie weiß, was sie sich angeeignet hat und was sie von der Natur hält - nämlich alles und noch viel mehr. Eder hat einen literarischen Schatz geschaffen, der die eigene Wahrnehmung noch mehr schult, den Blick ändert und einem zum nachdenken anregt. Ihr Schreibstil wird dabei fast zur Nebensache, aber dazu sei gesagt, er ist flüssig und rund und passt hervorragend in das Gesamtkonzept. Aber durch ihre Bilder und Empfehlungen, die wir als Gärtner eigentlich alle kennen sollten, lenkt sie den Blick auf das Wesentliche, die Hauptakteure - unsere Bienen und Hummeln. Wenn wir alle nur ein wenig umdenken würden und unseren Garten mit hummel- und bienenliebenden Pflanzen bestücken, wäre dies schon mal ein großer Anfang.
Zur Optik und Haptik des Buches: es ist wunderbar groß! Ja, richtig gelesen! Es ist großformatig und so muss es auch sein. Als Taschenbuch wäre dieses Buch eine völlige Fehlproduktion, denn die Bilder müssen wirken. Der Umschlag ist sehr edel und schlicht gehalten. Bienenfreundliche Pflanzen laden uns Leser ein, darin zu blättern. Die Seiten haben eine sehr gute starke Struktur, so dass beim umblättern, die Seite gut in der Hand liegt. Ich muss es einfach sagen: dieses Buch ist einfach perfekt!
„Wildbienenhelfer“ ist einfach großartig und ja, ich bin jetzt auch einer davon und ich hoffe das es noch mehr Leser werden! Dieses Buch erhält eine klare Leseempfehlung von mir!
Ich danke Anja Eder für das Rezensionsexemplar, den netten Austausch und den Anstoß noch mehr zu machen als ohnehin schon und natürlich auch dem Verlag für diese Möglichkeit.
Mayersche
Rezension von Anna-Christina
Gärten haben das Potential zu pollen- und nektarreichen Oasen zu werden. Es sind wichtige Inseln sowohl für Insekten als auch für Vögel. So regt dieses Buch dazu an, die wunderbare Welt der Wildbienen bekannter zu machen. Es gibt einen Einblick in die bemerkenswerte Vielfalt unserer Blühpflanzen. Dabei gibt es bereits einige vorbildliche Initiativen und Projekte die anders gärtnern und vieles lässt sich auch für Fensterbank, Balkon und Terrasse umsetzen. Je mehr man sich mit der Entwicklung und Lebensweise der Bienen beschäftigt, desto deutlicher wird, wie sehr sie die Pflanzenwelt mitgeprägt haben. Sie haben eine große Bedeutung sowohl in der freien Natur als auch in der Landwirtschaft. Wer also über einen Garten oder einen bepflanzten Balkon verfügt, um Bienen únd andere Insekten zu schützen, sollte dies nutzen. Dann eröffnet sich der komplexe Mikrokosmos des Zusammenspiels von Bienen und Blüten, an dem man ständig Neues entdecken kann
Michael Bonke / grünstift - das Düsseldorfer Umweltmagazin
WILDBIENENHELFER – WUNDERSCHÖN UND INFORMATIV
Seit Jahren vollzieht sich in Gärten und auf Feldern ein Massensterben. Pestizide und Nahrungsmangel sind dafür verantwortlich. Es ist höchste Zeit, den Wildbienen zu helfen. Die Diplom-Designerin und Künstlerin Anja Eder aus Wuppertal hat sich genau das zur Aufgabe gemacht und dreieinhalb Jahre an dem schönsten Sachbuch gearbeitet, das ich je in Händen gehalten habe.
„Wildbienenhelfer“ beschreibt nicht nur üppigst bebildert alles, was man über Wildbienen wissen sollte: von der Anatomie und zahlreichen Wildbienenporträts über die Pflanzen, die sie als Nahrungsquelle benötigen, bis dazu, was jeder Einzelne zur Unterstützung der Wildbienen beitragen kann – es ist auch ein ästhetischer Genuss! Man sieht auf jeder Seite des Buches die Liebe der Autorin zu ihrem Sujet, ihre handwerkliche Meisterschaft und ihren Gestaltungswillen. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Das Hardcoverbuch im A4-Format hat 248 Seiten und kostet 39,90 Euro, von denen ein Euro an das Projekt „Zukunft für Wildbienen & Co“ der Deutschen Umwelthilfe gespendet werden. Dass schon ein Dreivierteljahr nach Erscheinen die zweite Auflage vorbereitet wird, bestätigt, dass viele Menschen meine Begeisterung teilen.
Barbara Stark
(Naturgartenprofi und Kräuterpädagogin, Botschafterin für das Netzwerk Blühende Landschaft)
Wunderbar – in mehrfacher Hinsicht. Da sind diese (allgemein eher) unbekannten kleinen, süßen Wesen, die von Autorin Anja Eder perfekt ins „Licht“ gesetzt werden. Eders Makroaufnahmen der Wildbienen lassen uns wundern, staunen, neugierig werden und auch schmunzeln. Wer sieht schon einmal eine Wildbiene im Schlaf „pole Dance“ praktizieren?
Als Leser lernen wir die sympathischen Geschöpfe so kennen, wie sie im Jahresverlauf auftreten. Das ist wichtig, denn der Lebenszeitraum der Wildbienen beschränkt sich auf ein paar wenige Wochen. Ihr Dasein ist allerdings auch durch viele im Buch detailliert beschriebene Faktoren bedroht. Welchen Beitrag wir leisten können, um die für uns lebensnotwendigen Bestäuber zu fördern, erklärt Eder auf eine wunderbar klare und plakative Art. Verbunden mit der Vorstellung einzelner Wildbienen, beschreibt sie die Blütenpflanzen, die in den jeweiligen Monaten Nektar, Pollen und Lebensraum bieten. Auch hier besticht die Darstellung durch Übersichtlichkeit und klar erkennbare Informationen, wie z.B. zu Standort oder zum Gehalt an Nektar und Pollen.
Anja Eder taucht als Grafikerin und Wildbienen-Autodidaktin mit einem foto-/grafischen Highlight auf den Markt, das dem Leser einen sehr leichten und überschaubaren Einstieg in die naturnahe Gartengestaltung gibt. Nun ist es an Ihnen – liebe Leser – schaffen Sie einen Garten oder Balkon für „Bienen, Hummeln und Co.“
Barbara Stark (Naturgartenprofi und Kräuterpädagogin, Botschafterin für das Netzwerk Blühende Landschaft)
VDI-GESELLSCHAFT TECHNOLOGIES OF LIFE SCIENCES
Wir stellen vor - WILDBIENENHELFER – DAS BUCH
Das Buch „Wildbienenhelfer – Wildbienen & Blühpflanzen“ von Anja Eder richtet sich an alle Wildbienenentdecker und solche, die in diese verborgene Welt eindringen möchten. Gartenbesitzer und -besitzerinnen werden angeregt, ihre Gärten durch wildbienengerechte Bepflanzung in „wichtige Inseln der Nahrungsvielfalt“ zu verwandeln. Denn in der heutigen Zeit finden Wildbienen und andere blütenbesuchende Insekten nicht genügend Nahrungsquellen. Dabei weist die Autorin auch auf die Gefahr von Pestiziden hin und plädiert für einen Verzicht dieser im heimischen Garten.
„Kaum einer kennt sie – ihre Vielfalt ist atemberaubend.“ Dieser Satz beschreibt, wieso die Welt der Wildbienen so faszinierend ist. Mit über 560 Arten sind die Wildbienen in Deutschland vertreten.
Wie ein Kalender führt das Buch „Wildbienenhelfer – Wildbienen & Blühpflanzen“ durch das Wildbienenjahr. Die ersten Wildbienen fliegen im Februar los, die letzten starten im August. Es wird monatsweise zusammengefasst, welche Wildbienen in den entsprechenden Monaten unterwegs sind und welche Pflanzen zu diesen Zeiten blühen. Dabei achtet die Autorin Anja Eder darauf, auf Vorlieben der Wildbienen hinzuweisen. Zwar nennt sie auch invasive Pflanzen, kennzeichnet diese aber deutlich mit einer übersichtlichen Legende, die am Anfang des Buches erläutert wird. Mit Steckbriefen über die Erkennungsmerkmale, Lebensraum und Lebensweise und die entsprechenden Kuckucksbienen/-hummeln werden die Wildbienen der jeweiligen Monate vorgestellt. Zusammen mit interessanten Fakten werden die Wildbienen in wunderschönen, hochaufgelösten Bildern präsentiert. Im Anschluss daran werden auch die Nahrungspflanzen der Wildbienen mit kleinen Steckbriefen vorgestellt. Mit Blütezeit, bevorzugter Lage und die Menge des Nektar- und Pollenangebots, die mit einer Sternchenskala gekennzeichnet sind, wird die Leserschaft über die Hauptnahrungsquellen der Bienen informiert.
Im zweiten Teil des Buchs werden viele wichtige Informationen wie die Blütenwahl spezialisierter Wildbienenarten, Hilfestellungen für eine wildbienenfreundliche Balkon- und Terrassenbepflanzung und weitere Nützlichkeiten zusammengefasst. Kommerzielle Bienenhotels sind für viele Wildbienen durch fehlerhafte oder schlechte Bauweisen nicht nutzbar. Hier gibt die Autorin einige nützliche Hilfestellungen zum Bau eigener Nisthilfen und stellt vor, welche Materialien verwendet werden sollten und wie man die Insektenlarven vor Fressfeinden wie Vögeln schützen kann.
Mit einer Liste als invasiv eingestufter Pflanzen macht die Autorin auf die besorgniserregende Ausbreitung dieser Pflanzen aufmerksam. Durch die Ausweitung der invasiven Pflanzenarten werden heimische Pflanzenarten verdrängt und die lokale Flora verändert. Problematisch ist dabei, dass viele Wildbienen auf bestimmte Pflanzen spezialisiert sind und durch das veränderte Blütenangebot nicht mehr ausreichend Nahrung finden.
Mit nützlichen Tipps und atemberaubenden Bildern von vielen Wildbienenarten gelingt es Anja Eder das Thema Wildbienen und deren notwendigen Schutz auf 248 Seiten für jedermann attraktiv zu gestalten. Viele der Bilder entstanden im eigenen, blütenprächtigen Garten der Autorin und zeigen dem Leser und der Leserin des Buches, dass man mit wenig Aufwand aus dem heimischen Garten ganze Insektenoasen schaffen kann. Ihre Faszination für diese bestäubenden Insekten schwingt auf jeder einzelnen Seite mit und steckt sofort an. Die Informationen über Bienen und Pflanzen sind gut recherchiert und lassen sich hervorragend auch von Laien lesen und umsetzen.
Jeder und jede kann mit diesem Buch zum Wildbienenhelfer werden. Dem Aufruf des Buches möchten wir gerne folgen: „Worauf warten wir noch – legen wir los…!“. Herr Ayasse und Frau Beckert vom Verbundprojekt BienABest empfehlen dieses Buch, weil es fundiert recherchiert ist und die Tipps und Empfehlungen von der breiten Öffentlichkeit umgesetzt und verstanden werden können. Herr Ayasse ist Professor der Biologie an der Universität Ulm und Wildbienenexperte. Er koordiniert für das Projekt BienABest die Untersuchungen der Wildbienenpopulationen in der deutschen Agrarlandschaft und leitet die wissenschaftliche Dokumentation. Frau Beckert ist Biologiestudentin und arbeitet als studentische Hilfskraft für das Projekt BienABest vor allem im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.
Diese Buchbesprechung wurde im Rahmen des Projekts BienABest erstellt. Das Projekt BienABest wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. Weiterhin wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, BASF SE und dem Bee Care Center der Bayer AG finanziell unterstützt.
Ihre Ansprechpartner für BienABest:
Prof. Dr. Manfred Ayasse
Universität Ulm
Institut für Evolutionsökologie und
Naturschutzgenomik
Dr. Ljuba Woppowa
VDI-Fachbereich Biodiversität, GVO-Monitoring
und Risikomanagement
https://www.vdi.de/technik/fachthemen/technologies-of-life-sciences/artikel/wildbienenhelfer-das-buch/
Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt
Arbeitskreis Entomologie im NABU Landesverband Sachsen e.V.
Buchtipp: Wildbienenhelfer – Wildbienen und Blühpflanzen
Es war eine Frage der Zeit, dass ein Buch auf den Markt kommt, welches die Verbindung schafft zwischen den Lebensanforderungen der Wildbienen und wie man ihnen in Gärten durch gezielte Pflanzenauswahl helfen kann.
Nun ist es endlich da! Geschrieben hat es nicht eine Biologin, sondern eine Designerin, die sich eigene Gedanken darüber macht, was sie im Garten beobachtet. Im Verlauf von drei Jahren trug sie Wissen und Fotos zusammen und machte daraus ein reichlich und farblich illustriertes Buch (kaum eine Seite ohne Farbabbildung).
Nach einer kurzen Einleitung in die sozialen Lebensformen der Bienen, ihren Körperbau, ihre Bedeutung als Bestäuber sowie ihren Rückgang und die Bedeutung von Gärten für Bienen nimmt uns die Autorin mit auf eine Reise durch das Jahr, von Februar bis in den August. Für jeden Monat werden Bienenarten portraitiert, die in diesem Monat beginnen zu fliegen. Jeweils auf einer Doppelseite werden für eine Art mehrere aussagefähige Farbfotos wiedergegeben, zusammen mit einem kurzen Steckbrief und ein paar ausführlicheren Hinweisen zu Besonderheiten in der Lebensweise, bei der Artbestimmung oder Tipps, wie man sie fördern kann. Eine Grafik zeigt ihre natürliche Größe. Für jeden Monat werden zudem mehrere Pflanzenarten besprochen, eine jede farbig abgebildet, mit kurzem Steckbrief über die Eignung für Wildbienen, Blühzeiten und Standortansprüchen sowie einem kurzen Text.
Der Abspann des Buches widmet sich der Nahrungsspezialisierung der weiblichen Bienen, die ihre Brut mit Pollen versorgen und gibt einen Überblick über etwa 100 spezialisierte Wildbienenarten und die Pflanzen, auf die sie zum Pollensammeln angewiesen sind. Wer keinen Garten hat, bekommt nun auch ein paar Tipps für seinen Balkon. Das Buch schließt mit ein paar sehr schönen, großformatigen Fotos von Wildbienen.
Anja Eders Buch ist für Einsteiger wie für Fortgeschrittene geeignet, Anregungen für die Förderung von Wildbienen durch geeignete Pflanzenwahl im Garten zu erhalten. Die Autorin hat es dabei vermieden, unbedingte Vollständigkeit zu erreichen. Auch hat sie darauf verzichtet, die sehr in Mode geratenen Bienennisthilfen in den Vordergrund zu rücken. Zu diesen gibt es bereits genügend Literatur und sie hat die künstlichen Nisthilfen gebührend neben den natürlichen Nistgelegenheiten eingereiht, welche die meisten unserer heimischen Wildbienenarten benötigen.
„Wildbienenhelfer“ ist ein leicht verständliches und schönes Buch, das man immer wieder gern zur Hand nimmt. Es ist informativ und kurzweilig zugleich.
Möge es eine weite Verbreitung und Anwendung finden!
Stiftung für Mensch und Umwelt - Deutschland summt!
Das großformatige Buch überzeugt durch eine aufwendige Gestaltung mit teilweise ganzseitigen Makroaufnahmen von Wildbienen und Blütenpflanzen. Die liebevollen Detailaufnahmen in natürlicher Umgebung ermöglichen dem Betrachter einen direkten Zugang zum Kosmos von Mauer-, Hosen-, Maskenbiene u.v.m. Neben allgemeinen Informationen zur Lebensweise von Wild- und Honigbiene, geben viele Artenporträts einen Einblick in die faszinierende Welt der vielgestaltigen Wildbienenfauna. Hier erfahren wir zum Beispiel, dass die Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana) als Nahrungsspezialistin besonders gern an Wiesen-Witwenblumen sammelt.
Insbesondere der Hauptteil des Buches, mit einem Fokus auf die Bienenmonate Februar bis August, ist sehr gelungen. Die Ausführungen zu den in diesen Monaten blühenden Wildpflanzen macht zum einen die wichtige Unterscheidung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen und gibt dem Leser zum anderen die Möglichkeit deren Nützlichkeit für die heimische Bienenfauna anhand von Nektar- und Pollengehalt einzuordnen. Durch die Darstellung der Wechselwirkung von Wildbienen und Blühpflanzen, sowie deren Empfehlung zur Ansiedlung im eigenen Garten, auf der Fensterbank oder dem Balkon, gelingt es den Autoren Mut zu machen, selbst aktiv zu werden und sich als Wildbienenhelfer zu engagieren.
Dominik Jentzsch
www.deutschland-summt.de/literatur
EIN WILDBIENENBUCH ZUM SCHWÄRMEN / LESELEBENSZEICHEN / BUCHBESPRECHUNGEN
ANJA EDERS „WILDBIENENHELFER“ WIRD SIE MIT FASZINIERENDEN FOTOS, HINREISSEND-SCHÖNEN MAKROAUFNAHMEN UND SACHDIENLICHEN INFORMATIONEN WILDBIENENKUNDIG MACHEN UND IHNEN DABEI HELFEN, IN IHREM GARTEN ODER AUF IHREM BALKON DIE PASSENDEN PFLANZEN UND LEBENSBEDINGUNGEN FÜR WILDBIENEN ZUSAMMENZUSTELLEN.
Beim Thema Bestäuberinsekten dürfen wir nicht auf die viel zu langsamen Weichen-stellungen der Politik oder gar auf die unwahrscheinliche lebensdienliche Einsicht marktmächtiger, profitorientierter Konzerne warten, nein, wir müssen und – vor allem – wir können selber etwas tun, um das Überleben von Wildbienen zu fördern.
Die Formel ist ganz einfach: Leben die Bienen, wächst und gedeiht auch unsere Nahrung. Sterben die Bienen, wird es knapp mit der menschlichen Ernährung. Und damit ist nicht der köstliche Honig gemeint, sondern eine Vielzahl von Gemüse- und Obstsorten, Ölsaaten, Nüssen und Kräutern sowie – bei weltweiter Betrachtung – auch der beliebte Kaffee.
Balkone, Pflanzkübel, private Gärten, Baumscheiben, öffentliche Parkanlagen und Straßengrünrandstreifen usw. lassen sich in Nektar- und Pollenimbißstuben für Wild- bienen verwandeln. „Es gilt, die Herrschaft der Monokulturen aufzubrechen.“ (Seite 6)Jede Blüte zählt und hilft, und wenn Sie wissen wollen, welche einheimischen Blüten-pflanzen und Gehölze den bienenfleißigen Bestäubern im Jahreslauf Nahrung und Schutz bieten, lesen sie Anja Eders engagiertes Buch.
Nach einer kurzen Einführung in die lebensfeindlichen Auswirkungen industrieller Landwirtschaft und Monokulturen, insbesondere in die negativen Wirkungen von Neonicotinoiden auf das Nervensystem von Insekten, folgt eine kurze Erläuterung der Koevolution von Pflanzen und Bienen sowie eine anschauliche Darstellung des Bienenkörperbaus.
Sodann beginnt das Wildbienenjahr mit dem Februar, dem ersten Monat, in dem bereits frühe Wildbienen unterwegs sind. Monat für Monat werden Wildbienen und die jahres-zeitlich passenden Blühpflanzen vorgestellt. Prägnante Beschreibungen der Erkennungs-merkmale, Lebens- und Nistraumbedürfnisse und Blütenvorlieben werden durch wunderschöne, teilweise ganzseitige Makroaufnahmen der Wildbienen illustriert. Ergänzende graphische Darstellungen zeigen die Bienen in Originalgröße.
Daran anschließend folgen die entsprechenden Blühpflanzen, welche mit kurzen schriftlichen Portraits, einer vierstufigen graphischen Darstellung des Nektar- und Pollengehalts sowie anschaulichen Fotos dokumentiert werden; dabei ist der weiße Hintergrund der Pflanzendarstellungen besonders betrachterfreundlich.
Hier wird das Füllhorn natürlichen Reichtums so liebevoll und ansprechend dargestellt, daß man es kaum abwarten kann, im Rahmen der eigenen Gestaltungsmöglichkeiten für die Wildbienen aktiv zu werden. Wildbienen gibt es in der Größenordnung von 1,3 bis 30 mm, manche Arten wird man wohl erst nach dem Kennenlernen im Buch auch in der freien Wildbahn wahrnehmen und zuordnen können. Während Gartenhummeln recht groß und auffällig sind, kann man die winzigen Furchen und Maskenbienen leicht übersehen.
Weltweit gibt es bis zu 30 000 Arten von Wildbienen, in Deutschland sind es 560 Arten, von denen 30 bereits vom Aussterben bedroht sind. Viele Wildbienen leben und brüten solitär oder nur in kleinen Brutkolonien zusammen. Manche Arten sind bezüglich des Blütenpollenangebots nicht wählerisch, und sie bedienen sich bei vielen Blühpflanzen. Solchen polylektischen Wildbienen stehen die oligolektischen Wildbienen gegenüber, die nur wenige, manche sogar – wie beispielsweise die Blutweiderich-Sägehornbiene, die Eisenhut-Hummel, die Efeu-Seidenbiene, die Glänzende Natternkopf-Mauerbiene und die Lauch-Maskenbiene – nur auf eine einzige Pflanzenart spezialisiert sind. Verschwindet die Pflanze, verschwindet auch die symbiotische Biene.
Das großzügige DIN-4-Format des Buches mit dem hochwertigen LuxoArt Samt 15og/m² FSC-Papier wird den meisterhaften Fotografien, die fast alle von Anja Eder stammen, besonders gut gerecht und offenbart Einblicke in faszinierende, feinste Einzelheiten von Bienen und Blütenpflanzen. Die Betrachtung der zahlreichen Fotos schult das Auge für die Details des Bienenkörpers. So konnte ich kürzlich im März stolz wiedererkennen, daß es sich bei der gehörnten Mauerbiene in meinen Krokussen um ein Männchen handelte, da es weißes Kopfhaar und einen weißen Bart hatte, körperliche Merkmale, welche die Weibchen nicht haben.
Einige Hinweise zur Gartenpflege runden dieses nützliche und schöne Buch kompetent ab. Den selbstverständlichen Verzicht auf Insektengifte und Kunstdünger vorausgesetzt, braucht es unaufgeräumte Bereiche, in denen Laub und Tothölzer liegen bleiben dürfen; Steinhaufen, Trockenmauern und unbefestigte Gartenwege bieten vielen Wildbienen Rückzugsorte und Nistnischen. Es empfiehlt sich zudem, abgestorbene Staudenstengel stehenzulassen, weil in den markhaltigen Stengeln oft Wildbienenbrut untergebracht wird. All diese Maßnahmen bieten außerdem auch viele geschützte Winterrückzugs-möglichkeiten für Hummeln, die vom Spätsommer bis zum nächsten Frühjahr Winterschlaf halten.
Anja Eder weist deutlich darauf hin, daß viele käufliche Insektenhotels für Wildbienen nutzlos sind, da sie mehr der geschäftstüchtigen Resteverwertung von Hölzern und Lochziegeln dienen als den biologischen Notwendigkeiten einer Wildbienennistnische. So sind die Niströhren oft ausgefranst und versplittert, was für die zarten Hautflügel große Verletzungsgefahren mitbringt, oft sind die Röhrendurchmesser viel zu groß und die Röhrenlänge zu klein usw.
Als Nisthilfe besser geeignet sind dickwandige Bambusröhren mit abgeschliffenen Rändern. Bohrlöcher für Niströhren sollten nur in die Längsseite eines gut abgelagerten, harzfreien Hartholzstammes (Esche, Apfel, Pflaume, Birne, Haselnuß, Eiche) gebohrt werden, um winterliche Frostrisse zu vermeiden. Ein Schutz durch Kaninchendraht, damit Meisen und Spechte sich nicht an diesem Bienenlarvenbufett bedienen, ist ebenfalls empfehlenswert.
Mit den Informationen und Anleitungen aus diesem wertvollen Buch kann jeder zum Wildbienenhelfer werden. Also ran an die Lektüre und den animierenden Genuß fantastischer Bienenfotos und dann raus in die Praxis, um die erlesenen Kenntnisse ins Handeln zu übersetzen und ein Refugium für Wildbienen zu schaffen.
Ulrike Sokul
www.leselebenszeichen.wordpress.com
BUCHEMPFEHLUNG #4 / Jessica Dumrauf
Jessica Dumrauf / Macrofotografie & Naturgärten / 15. Januar 2018
Nach den Weihnachtsferien stelle ich euch heute eines der Geschenke vor, das ich mir zu Weihnachten selbst gemacht habe Das Buch „Wildbienenhelfer – Wildbienen & Blühpflanzen“ von Anja Eder, die eigentlich Grafikdesignerin ist.
Das bemerkt man schon bei der umwerfenden Gestaltung des Buches, welches auch mit sehr viel Input überzeugt.
Ursprünglich sollte das Buch „Wildbienenretter“ heißen, was jedoch nicht gewährleistet, dass man die vielen bedrohten Wildbienen überhaupt retten kann. Daher wurde es in „Wildbienenhelfer“ umbenannt, weil ein jeder von uns diesen Tierchen durch ein vielfältiges Blühpflanzenangebot sowie Strukturen im Garten helfen kann.
Die Realisierung des Projekts Anja Eders fand über Startnext statt & begann im April letzten Jahres. Die Summe kam durch den großen Andrang recht schnell zusammen. Im November wurde dann der Druckauftrag gegeben & viele unserer Mitglieder der Wildbienengruppe auf Facebook hatten es dann zu Weihnachten unter dem Weihnachtsbaum liegen.
Die Meinung ist eindeutig: das Buch ist spitze, vor allem für Anfänger in diesem Bereich. Warum? Weil das Werk Anja Eders einige Wildbienenarten mit (den zu ihnen passenden) Blühpflanzen verknüpft. Die Bilder lassen einen aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, weil sie die geflügelten Wesen toll abbilden & vor Farben nur so strotzen!
Doch schauen wir uns nun den Aufbau des Buches an.
Monatsüberblick
Jeder Monat ist sozusagen ein Kapitel. Deshalb beginnt dieses dann auch mit einer Monatsübersicht, in der einige zu dieser Zeit fliegende Wildbienen & Blühpflanzen genannt werden.
Beschreibung der Wildbienenarten
Im Kapitel selbst werden dann verschiedene Wildbienen mithilfe von Beschreibungen, Erkennungsmerkmalen & vielen tollen Bildern vorgestellt. Ein wahrer Augenschmaus!
Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, noch mehr Wildbienen zu fotografieren
Blühpflanzenbeschreibung für den jeweiligen Monat
Was im Anschluss an die Wildbienenbeschreibungen folgt, sind die verschiedenen Blumen, die in den jeweiligen Monaten blühen! Da fängt mein Herz an, höher zu schlagen! In diesem Part des Kapitels werden dann auch Informationen dazu gegeben, wie hoch der Pollen – & Nektarwert der Pflanze ist & ob diese heimisch &/oder invasiv ist. Sehr aufschlussreich!
Denn man kann nicht oft genug erwähnen, dass jede Wildbienennisthilfe nutzlos ist, wenn das Nahrungsangebot nicht stimmt!
Man könnte auch eine Analogie zum Menschen ziehen: Was nützt die schönste Wohnung/das schönste Haus, wenn man 20km zum Einkaufen fahren muss? Leider ist das für unsere Spezies teilweise schon bittere Realität, für Wildbienen ist das aber ein enormer Kraftaufwand, der dazu führt, dass sie weniger Brutzellen anlegen können.
Durch die erhöhte Flugdistanz steigt zudem die Wahrscheinlichkeit enorm an, dass die Brutzellen in der Abwesenheit parasitiert werden, je länger die weibliche Wildbiene auf Nahrungssuche ist! Man sollte es diesen Tierchen also so leicht wie möglich machen & das Nahrungsangebot so nah wie möglich mit dem Nisthabitat verknüpfen Dann können sie sich effektiv um ihren Arterhalt kümmern.
Blühpflanzen für spezialisierte Wildbienenarten.
Damit kommen wir zu einem weiteren Unterthema, was die Blühpflanzen angeht. Im Reich der Wildbienen gibt es unspezialisierte (polylektische) & spezialisierte (oligolektische/monolektische) Bienen. Polylektisch heißt in diesem Zusammenhang, dass diese Tiere viele verschiedene Pflanzen unspezialisiert aufsuchen (griech. poly = viele). Die oligolektischen oder gar monolektischen Bienen sind jedoch auf nur eine Pflanzenfamilie, – Gattung oder – Art (!) angewiesen. Ihr könnt euch die nun folgende Problematik sicherlich schon denken: fallen diese Gattungen, Familien oder Arten weg, so verschwindet auch die auf diese Pflanzen angewiesene Wildbienenart! In Zeiten des Strukturverlusts & der Flächenbebauung ist das ein alltägliches Problem, dem man entgegenwirken muss, um unsere Wildbienenarten zu erhalten!
Das kann sogar schon im eigenen Garten geschehen sowie auf dem Balkon Richtig gelesen, auch auf dem kleinsten Balkon kann man etwas für unsere Wildbienen machen! Hierzu empfehle ich immer wieder gerne Werner Davids Website sowie als Einstieg den Besuch von Querbeet auf seinem winzigen Balkon.
Und, verspürt ihr den Drang, in eurem Garten/auf eurem Balkon etwas für Wildbienen zu tun?
Dann könnt ihr mit dem Buch von Anja Eder sofort anfangen zu planen. Es hat 248 Seiten & kostet 39,90 €.
Ihr könnt es über die Website der Wildbienenhelferin bestellen.
Wildbienen - zum Reinkuscheln und Abschnurren :-)
AMAZON Von Buecherfreakadelle / Dezember 2017
Heute ist endlich - lang ersehnt, heiß erfleht - “Wildbienenhelfer“, das brandneue Wildbienenbuch von Anja Eder bei mir eingetroffen. Genau genommen war es eigentlich nur ein zerknüllter Zettel eines Paketservice, auf dem mir in dechiffrierfeindlicher Kalligraphie mitgeteilt wurde, mein Buch wäre in der Dingsbumsgasse soundso abzuholen. Na super!
Da ich die Diskriminierung einzelner Orte kategorisch ablehne und ich mich daher konsequenterweise NIRGENDS auskenne, schätze ich solche Herausforderungen ganz besonders. Bisher habe ich lediglich einen einzigen Orientierungswettbewerb souverän gewonnen. Da der einzige Mitbewerber damals eine greise Miesmuschel war, sagt dieser Sieg aber möglicherweise nicht allzu viel aus.
Etwas später - genau genommen sehr viel später - hielt ich dann endlich das Objekt meiner Begierde in Händen.
Nach dem ersten Durchblättern musste ich erst einmal tief durchatmen. Ich war entsetzt, fassungslos, zutiefst empört, quasi bis ins Gebein erschüttert!
Anja Eder ist Grafikdesignerin. Na und! Soll das vielleicht eine Entschuldigung sein? Da könnte ja schließlich jeder kommen, oder? Gibt ihr dieser Umstand wirklich das Recht, mit entwaffnender Dreistigkeit ein liebevoll inszeniertes, knackscharfes Wildbienenporträt nach dem anderen abzulaichen? Immer und immer und immer wieder und noch einmal! Brutalster, skrupelloser optischer Overkill! Wiiiiiiiiiiiiderlich!
Nach ca. der Hälfte des Buches verspürt man den innigen Drang, seine eigene Kamera im Schrank zu verstauen und sie künftig nur noch zum Einschlagen von Nägeln in Rigipswände zu verwenden.
Dieses Buch ist ein Pupillenputzer, ein Kontaktlinsenkuschler, ein Retinaschmuser, eine wohlriechende, sanfte optische Brise. Die ultimative Angabe! Alle Fotos sind geradezu widerlich gut, dank des großen Buchformats kommen sie auch ohne Lupe voll zur Geltung. Hut ab! Wer es jemals selbst versucht hat, weiß wie schwer es ist eine Wildbienenart qualitativ hochwertig zu porträtieren. Hier ist es perfekt gelungen.
Das Buch gliedert sich nach dem Jahresverlauf und stellt jeden Monat mit seinen typischen Wildbienenvertretern vor, denen jeweils ein doppelseitiges Porträt gewidmet ist. Ein liebenswertes Detail bei jedem Porträt ist eine Wildbienensilhouette, die jede Art in ihrer Originalgröße zeigt. Erfreulicherweise werden gleichzeitig auch die beliebtesten Pollenspender vorgestellt. Vielen Menschen ist nicht klar, dass speziell der Mangel an einheimischen, blühenden Wildstauden und Sträuchern eines der wesentlichen Probleme für unsere Wildbienen ist. Alle Pflanzenporträts sind vor weißem Hintergrund freigestellt und sehen daher unglaublich sexy aus.
Jede Pflanzenart wird kurz porträtiert, ihr Wert als Pollen- und Nektarspender mit einer Sternchenskala quantifiziert. Einheimische, nicht einheimische und für Pollenspezialisten besonders wertvolle Arten werden mit eigenen Symbolen gekennzeichnet. In einer eigenen Tabelle werden die Pollenspezialisten unter den Wildbienen samt den zugehörigen Pflanzenarten vorgestellt.
Ein einleitender Teil führt in die Biologie der Wildbienen ein und stellt die Gründe für die zunehmende Bedrohung vor. Das Problem der weitgehend sinnfreien kommerziellen Nisthilfen aus Baumarkt und Gartencenter wird anhand klassischer Negativbeispiele erläutert (Würg!). Eine wunderschöne Galerie widmet sich ausschließlich der Ästhetik schlafender Wildbienen, die sich zu diesem Zweck in Pflanzenteile verbeißen. Auch hier kann jeder Fotograf ein neidvolles Ächzen nur sehr schwer unterdrücken. Es wird höchste Zeit, endlich mal eine nicht zu überschreitende Obergrenze für Bildqualität festzulegen!
In diesem Buch steckt sehr viel Hingabe, Begeisterung und eine professionelle Liebe zum grafischen Detail. Jeder Wildbienenliebhaber der dieses Buch noch nicht besitzt, ist eine beklagenswerte, lediglich begrenzt überlebensfähige Mangelmutante und sollte diesen Zustand schleunigst ändern. Sowohl optisch als auch inhaltlich ist dieses Buch eine absolut gelungene, runde Sache.
Und jetzt muss ich leider Schluss machen, ich will endlich in aller Ruhe schmökern! :-)
Appetizer par excellence
AMAZON Von nuthatch / Januar 2018
Dieses unvergleichliche Buch wird seinem Titel auf schönste Art gerecht: es weckt den Appetit, lockt wie ein Köder, ist eine Verführung, macht Lust tätig zu werden, Helfer zu sein für die wilden Bienen.
Vor allem durch SCHÖNHEIT: beneidenswert gelungene Wildbienenfotos, herrlich freigestellte Pflanzenportraits (unglaublich, wie perfekt die weißen Blüten vor weißem Hintergrund kommen) und ein ausgeklügeltes, doch gleichzeitig wunderbar großzügiges Design.
Durch schlaue PÄDAGOGIK: man staunt, wie raffiniert Anja Eder den interessierten Laien zum Aha-Erlebnis führt. Ein schönes ganzseitiges Foto eines "Insektenhotels" begeistert, aber nur so lange, bis man im Text der Begleitseite erfährt, dass einfach alles falsch und unbrauchbar, ja bienenschädlich daran ist. Und schon ist der Laie heiß drauf zu erfahren, wie's denn richtig gemacht werden kann.
Mit so durchdachter STRUKTUR: wann fliegt welche Wildbiene, wann blüht welche wildbienenfreundliche Pflanze? Vom Februar bis zum August, Monat für Monat detailliert beschrieben. So etwas ist, besonders für den Laien, ungemein hilfreich und nützlich.
Genau so wie die kleinen Grafiken: Wildbienen in Lebensgröße; Pflanzen markiert durch Symbole als einheimisch, nicht heimisch, invasiv, speziell für nur eine Wildbienenart. Auch hier zeigt sich wieder das durchdachte Konzept: invasive Pflanzen werden nicht einfach weggelassen, sondern im Bild vorgestellt. So sind sie für den Laien erkennbar und im Begleittext ist Näheres zu erfahren.
Welcher Verlag würde so etwas in dieser luxuriösen Ausstattung wagen? Wohl nur eine rhetorische Frage. Ein derart außergewöhnliches Buch kann nur gelingen, wenn dieser überaus seltene Glücksfall eintritt, dass sich Sinn für Schönheit, Verantwortungsgefühl unserer Natur gegenüber, pädagogisches Geschick, Begeisterungsfähigkeit, feinstes Gespür für DESIGN, fotografisches Talent, Kenntnisse in der Druckvorstufe, journalistische Begabung, MUT und Menschlichkeit auf wunderbare Weise finden. Besonders berührt, dass der Leser erfahren darf, wie der Mitautor Dirk Peters trotz schwerer Krankheit zum Buch beigetragen hat.
Anja Eder hat das Werk mit crowdfunding höchst erfolgreich realisieren können. Sehr sympathisch die Art, wie sie's gemacht hat. Unschlagbar ihre Videos, besonders das vom schwarzen Wildbienchen.
Die Autorin ist ein Multitalent, und wir können uns jetzt schon freuen auf mehr von ihr. Darauf hoffe ich und davon bin ich überzeugt.
Ich bin ein Wildbienenhelfer!
Amazon Erzgebirgskind86 / Februar 2019
Pestizide und Nahrungsmangel sind die Hauptursache das unsere Insekten sterben. Es werden immer weniger...Tag für Tag...Kennen sie das noch, wenn man im Sommer auf der Autobahn unterwegs war, wie danach die Frontscheibe aussah? Und heute? Erschreckend oder? Aber was ist die Ursache dafür? Warum ausgerechnet jetzt? Was sind die Folgen? Was wird werden wenn wir ohne unser „Flugpersonal“ auskommen müssen? Alles Fragen die heute überall erörtert werden.
Anja Eder hat sich auf die Bienen spezialisiert und hat in ihrem Buch „Wildbienenhelfer“ ein wirklich wunderbares Werk geschaffen. Ja, dieses Buch ist ein Wildbienenhelfer für jeden Leser! Eder hat ihren Fokus auf Hummeln und Bienen gelegt. Im ersten Teil des Buches werden uns, eigentlich ganz simpel aber im Grunde doch nicht so simple, Eigenschaften erklärt, der Nutzen, die Lebensweise, der Aufbau, die Anatomie einer Biene. Auf manchen Seiten blickt man sehr überrascht und fühlt sich in den Biologieunterricht der 7. Klasse zurückversetzt. Das ist aber keineswegs negativ gemeint, sondern zeigt eigentlich nur, das wir es doch besser wissen müssen, da wir es alle mal in der Schule gelernt haben.
Nach der Theorie begeben wir uns mit Anja Eder in die Natur. Sie hat eine Art Jahreskalender angelegt. Sie nimmt jeweilige Tage zwischen Februar und August heraus und zeigt uns Lesern was es alles auf den heimischen Wiesen zu entdecken gibt. Sie beginnt dabei immer mit einem Porträt der jeweiligen Bienen, gefolgt von einem Blühkalender. Diese Aufmachung ist so simpel aber doch so extrem hilfreich gegliedert, das ich mir einen Notizzettel zur Hilfe genommen habe. Es sind Pflanzen dabei, die ich schlicht und einfach als „Unkraut“ angesehen habe oder wo ich gedachte habe „Brauchst du auch noch in deinem Garten!“. Egal ob Natternkopf, Wiesenschaumkraut oder kriechender Günsel - diese Art on Beschreibungen und, demzufolge, Empfehlungen, lassen den eigenen Blick durch den Garten sensibilisieren. Ich habe für mich festgestellt, dass ich in meinen Blühinseln noch viel mehr zu bieten habe als gedacht. Und was noch auffällt, es gibt Bienenarten, von denen ich noch nie etwas gehört bzw. gelesen habe. Das Buch „Wildbienenhelfer“ ist von Anja Eder so extrem liebevoll und sinnig gestaltet, dass es für mich zu einer Art „Bibel für meinen Garten“ wird. Durch ihre extrem beeindruckenden Fotoaufnahmen in Makroqualität, zeigt Eder sehr detailliert verschiedene Bienenarten. Und wenn man doch mal eine bekannte Art entdeckt, ist man happy, dass man endlich mal die Gelegenheit bekommt sie aus der Nähe zu beobachten, ohne gleich zu erschrecken das sie davon fliegt oder wir sie gar stören könnten. Anja Eder hat ein unheimliches Gespür mit diesem Buch bewiesen und sie zeigt mit vollem Stolz, was sie weiß, was sie sich angeeignet hat und was sie von der Natur hält - nämlich alles und noch viel mehr. Eder hat einen literarischen Schatz geschaffen, der die eigene Wahrnehmung noch mehr schult, den Blick ändert und einem zum nachdenken anregt. Ihr Schreibstil wird dabei fast zur Nebensache, aber dazu sei gesagt, er ist flüssig und rund und passt hervorragend in das Gesamtkonzept. Aber durch ihre Bilder und Empfehlungen, die wir als Gärtner eigentlich alle kennen sollten, lenkt sie den Blick auf das Wesentliche, die Hauptakteure - unsere Bienen und Hummeln. Wenn wir alle nur ein wenig umdenken würden und unseren Garten mit hummel- und bienenliebenden Pflanzen bestücken, wäre dies schon mal ein großer Anfang.
Zur Optik und Haptik des Buches: es ist wunderbar groß! Ja, richtig gelesen! Es ist großformatig und so muss es auch sein. Als Taschenbuch wäre dieses Buch eine völlige Fehlproduktion, denn die Bilder müssen wirken. Der Umschlag ist sehr edel und schlicht gehalten. Bienenfreundliche Pflanzen laden uns Leser ein, darin zu blättern. Die Seiten haben eine sehr gute starke Struktur, so dass beim umblättern, die Seite gut in der Hand liegt. Ich muss es einfach sagen: dieses Buch ist einfach perfekt!
„Wildbienenhelfer“ ist einfach großartig und ja, ich bin jetzt auch einer davon und ich hoffe das es noch mehr Leser werden! Dieses Buch erhält eine klare Leseempfehlung von mir!
Ich danke Anja Eder für das Rezensionsexemplar, den netten Austausch und den Anstoß noch mehr zu machen als ohnehin schon und natürlich auch dem Verlag für diese Möglichkeit.
Man kann nur schützen was man kennt
Amazon: Schwärmer Juli 2020
Dieses Buch lädt definitiv zum Kennenlernen ein.
Es wurde von einer Grafik-Designerin geschrieben und designt, und das sieht man auch. Sowohl das Cover als auch der Inhalt sind optisch sehr stil- und kunstvoll gestaltet. Da die Autorin weder eine Biologin ist, noch sonst in irgendeiner Weise beruflich mit dem Thema Wildbienenschutz zu tun hat, ist es sehr beachtlich, dass sie, einzig aufgrund dieser für sie entdeckten Leidenschaft, und ihrer großen Empathie für Tiere dieses Werk zustandegebracht hat.
Ihr literarischer Aufruf zur Unterstützung der Wildbienen ist ganz besonders liebevoll ausgearbeitet und wunderbar strukturiert aufgebaut.
Für mich als Ganzes zweifellos ein Designerstück im DIN A4 Format.
Wow, jetzt gibt es auch schon Designer für Wildbienen 😁.
Ein ausführliches Trachtfließband mit einer Vielzahl an heimischen, aber auch nicht heimischen Pflanzen (der ein oder andere "Einwanderer" kann neben beheimateten Pflanzen im eigenen Garten sicher akzeptiert werden, solange man ihm nicht die Chance gibt, sich artenverdrängend auszubreiten), welches vom Frühjahr bis zum Spätsommer reicht, dürfte bei den schützenswerten Sechsfüßlern kaum Wünsche offen lassen.
Alle Pflanzen, von denen jede einzelne fotografisch dargestellt ist, sind nicht nur namentlich (auch mit der botanischen Bezeichnung) genannt, sondern auch mit der Blütezeit, dem geeigneten Standort und dem jeweiligen Pollen- und Nektarwert ausgewiesen.
Etliche, zum Teil sehr winzige Wildbienen werden mit wunderschönen Nahaufnamen, der entsprechenden namentlichen Bezeichnung und zusätzlichen Angaben, wie z. B. Flugzeit, Größe, Erkennungsmerkmalen, Lebensraum und Blütenvorlieben (einige der kleinen Majas sind tatsächlich streng auf bestimmte Pflanzen spezialisiert - heißt: verschwindet eine dieser Pflanzen, stirbt die auf diese Pflanze spezialisierte Biene aus) vorgestellt.
Damit aber nicht genug. Weitere Kapitel, z. B. über Nisthilfen, Balkon- und Terrassenpflanzen und Neophyten, begleitet von unsagbar schönen Farbfotografien, befinden sich im hinteren Bereich des Buches.
Dass es sich, bei den von Anja Eder in diesem Buch so ausführlich beschriebenen Tieren, um absolut beeindruckende und interessante Lebewesen handelt, spiegeln nicht nur deren außergewöhnliche Namen (Blattschneider-, Mörtel-, Mauer-, Woll-, Masken-, Hosen-, Seiden-, Filzbiene...und...und...und...), sondern auch ihre Lebensweise und ihr täglicher Kampf um das eigene Leben, von dem wir Menschen in großem Maße profitieren, wieder.
Das Thema Wildbienen und deren Schutz ist keinesfalls ein langweiliges Thema und geht jeden etwas an.
Dank des durchweg strukturierten Aufbaus dieses Buches ist es für Einsteiger in diese Materie hervorragend geeignet.
Und wer noch immer in dem Glauben ist, dass Gärtnern etwas für alte Leute (sie haben das "richtige" Gärtnern zweifellos gut drauf) ist, liegt damit komplett daneben. Diese Denkweise ist inzwischen völlig überholt! Aktuell geht der Trend wieder zum Schrebergarten, und erst kürzlich habe ich gelesen, dass Gärtnern das "neue Shoppen" ist.
Weg mit den langweiligen und nutzlosen Geranien - shoppen wir "gute" Pflanzen!
Helfen wir Wildbieben und anderen Insekten!
Sie helfen auch uns!
Ein großes Lob an Frau Eder, die mit ihrem Buch etwas ganz Besonderes geschaffen hat - ein literarisches Kunstwerk, das man nur ungern wieder aus der Hand legt.
Vielleicht folgen ja irgendwann mal ähnliche Designerstücke für Hummeln, Falter, Käfer etc., denn auch sie benötigen unsere Hilfe und...möchten natürlich auch ihre eigene Designerin haben 😁.
Gerechtigkeit muss sein Frau Eder 😉!
Vielen Dank für dieses unglaublich ästhetische Designerstück in Papierform.
Ihre Empathie für Tiere ist darin mehr als deutlich zu erkennen 🐝.